Rückreise

Dienstag, 02.10.2012

Die letzte Woche in  Suzhou verging wie im Flug.Am Dienstagabend sind wir als Abschied zum Essen gehen gegangen und ich habe von meinen Kollegen noch eine handgemachte Seidenstickerei bekommen :) Außerdem wurden alle Geburtstagskinder im September mit einer kleinen Torte gefeiert. Anschließend haben wir noch eine Kirche an einem See besichtigt und sind am Ufer entlang gegangen.

Am Mittwoch habe ich dann das letzte Mal in der Kantine gegessen und mich am Nachmittag von meinen lieben Kollegen verabschiedet. Nach der Arbeit den Koffer gepackt und alles weitere für die Rückreise am Donnerstag vorbereitet. Leider hatte der Flug knapp 1,5 Stunden Verspätung und auch der 12-stündige Flug verging zwar nicht wie im Flug, war aber relativ ruhig ohne größere Turbulenzen.

 

Es war eine schöne Zeit und ich habe viel erlebt und gelernt. Ich bedanke mich bei meinen chinesischen Freunden und Kollegen für ihre Hilfe und ihr Engagement. Wir hatten viel Spaß zusammen und werden uns hoffentlich bald wiedersehen!nn :)

Das letztes Wochenende

Montag, 24.09.2012

So, nach langer Zeit gibt es mal wieder etwas Neues zu berichten!

Am vorletzten Freitagnachmittag hat mich ein Arbeitskollege mit seiner Familie mit genommen um einen See zu besuchen. Das Wetter war leider sehr wolkig, aber dennoch hatten wir eine gute Zeit :)

Anschließend hat er mich dann noch zum Barbecue am Straßenrand eingeladen. Es gab Lammfleisch am Spieß mit arabischen Fladenbrot. Sehr lecker:

Den Abend haben wir dann in diversen Discotheken bis es wieder hell wurde verbracht - geiler Abend (auch wenn man auf den Bildern nicht viel erkennen kann) :)

Samstagmittag hab ich mir dann nochmal das Lammfleisch gegeben und bin danach völlig verkatert zur Fußmassage um erstmal zu entspannen. Man muss dazu sagen, dass hier bei der Fußmassage auch immer noch eine kleine Rückenmassage mit drin ist :) Gegen Abend sind mein deutscher Kollege und ich dann wieder in eine altbekannte Bar gegangen.

Leider fing mein Magen an diesem Abend an stark zu schmerzen. Es war die rechts Seite und ich vermutete schon eine Blinddarmentzündung. Nach einer schmerzvollen Nacht wurde es am Sonntag nicht besser und die Schmerzen gingen in Krämpfe über. Montagmorgen dann der Entschluss: Ein Arzt muss her. Da mein deutscher Kumpel auch schonmal krank war, hatte er die Visitenkarte einer deutschen Ärztin. Welch ein Segen. Also ab zur Praxis, Blutuntersuchung, Schmerzmittel bekommen und nach Hause. Arbeiten war auch Dienstag nicht möglich. Am Mittwoch war dann eine Besserung zu erkennen pünktlich zum Wochenende war ich wieder fit :) Zwar hatte sich nun eine Erkältung breit gemacht, aber damit kann man ja umgehen,

Letzten Freitag war dann wieder "Bar-Time" angesagt und nach einer durchzechten, sehr spaßigen Nacht in 3 oder 4 verschiedenen Lokalitäten konnte ich gut schlafen ;) Der Samstag zog sich dann etwas hin und der Abend lief ähnlich zu Freitag ab, nur mit noch besseren Band :) Die Musiker waren echte Freaks und Gänsehaut war vorprogrammiert!!

Hier noch ein paar Eindrücke aus der Zeit zwischen den Wochenenden, während und nach der Arbeit:

Die Geschichten zu den Bildern erzähle ich dann bei Gelegenheit ;)

 

Am Donnerstag geht es dann wieder zurück nach Deutschland! Juhu :)

Shanghai

Mittwoch, 12.09.2012

Das Wochenende begann Freitag um 15 Uhr. Ab ins Hotel, packen und mit dem Bus zum Bahnhof. Reine Fahrtzeit: 34 Minuten bis Shanghai. Allerdings auch 300km/h schnell :) In Shanghai angekommen, bin ich dann mit der Metro weiter (erst in die falsche gestiegen, dann aber vor der nächsten Station noch gemerkt). Unterwegs hab ich Willi kennen gelernt, einen Chinesen, der in einem deutschen Unternehmen arbeitet und sich daher einen deutschen Namen gegeben hat. Die Chinesen haben 2- oder 3-silbige Namen, die man nur schwer ausprechen kann. Daher geben sie sich meisten einen westlichen Vornamen (meist englisch). Nach einer knappen Stunde mit der Metro quer durch Shanghai, hat mich dann mein alter Schulkollege, der seit einer Woche ebenfalls in Shanghai ist, abgeholt und wir sind zum Hotel. Nach dem Abendessen ging es dann schnellstens in eine Bar. Haben eine gut gefüllte Bar erwischt, wo eine philippinische Band gespielt hat. Die Songs reichten von alten Rockhits bis zu modernen Chartstürmern und die drei Sängerinnen waren richtig talentiert!! 

Nach 2 Stunden und einigen Bierchen ging es dann weiter in eine andere Bar, wo ich den schönen Jägermeisterhalter fotografiert habe. So nahm der Abend seinen Lauf und nach einigen Kneipen sind wir noch in einer Bar gelandet, wo außer den Kellnern niemand mehr dort war. Schnell kamen wir ins Gespräch und haben mit den jungen Kellern noch gekickert, getrunken und Billard gespielt. Schnell war es 4 Uhr und bis wir im Hotel waren war es 5. Reichte für den ersten Abend.

Samstagmittag sind wir dann verkatert auf Sightseeing-Tour. Waren u.a. im höchsten Gebäude Chinas "World Financial Center" - auch Flaschenöffner genannt und an der größten Einkaufsmeile der Stadt. Leider war es sehr nebelig, aber seht selbst:

Oben links: Der Flaschenöffner (476m hoch) und davor der etwas kleinere JinMao-Tower

Diese Masse an Wolkenkratzern ist einfach unvorstellbar

Oben links: Im Hintergrund der Pearl-Tower. Oben rechts: Der Park, durch den wir eine halbe Stunde vorher gegangen sind, aus 470m Höhe auf dem Flaschenöffner

Hier der "kleine" Jin Mao Tower. Nachdem wir uns erst im Officebereich des World Financial Centers verlaufen hatten und anschließend auch noch in der Meeting-Area gelandet sind, wo nur feingestriegelte Manager rumliefen, haben wir es doch noch bis ins oberste Stockwert geschafft :)

Die riesigen Hochhäuser sehen aus wie Streichhölzer. Rechts die Skyline von Shanghai am Nachmittag bei Nebel.

Nanjing Lu, eine Fußgängerzone zum Einkaufen. Hier war ein bisschen was los.

Die Skyline am Abend

Der "Bund". Auch hier waren einige Menschen ;)

Viele alte Gebäude aus der Kolonialzeit

Auch Gebäude chinesischer Architektur haben wir gesehen.

  

Am Abend hat es uns dann wieder in diverse Bars gezogen und wir haben noch ein paar Deutsche getroffen. Leider gibts davon keine Bilder, denn wir waren ja mit Bier trinken beschäftigt..

Also ehrlichgesagt gibt es schon ein paar Bilder, aber die sind nicht fürs Internet geeignet xD Kleiner Scherz am Rande..;)

Gegen halb 3 etwa wollten wir dann nach Hause und haben uns in ein Taxi gesetzt. Wie üblich zeigten wir dem Fahrer die Visitenkarte des Hotels mit der Adresse drauf und er fuhr los. Komischerweise sind wir jedoch beide eingeschlafen im Taxi und als ich aufgewacht bin standen schon 25km auf der Uhr und wir waren laut googlemaps zwar in den Osten gefahren aber in den Südosten und unser Hotel lag im Nordosten :D Irgendwann kamen wir dann mal an und es standen 41km auf dem Taxameter...Haben dann umgerechnet 18€ bezahlt und waren um 4 im Bett..

Am Sonntag sind wir dann mit dem Transrapid, genannt MagLev gefahren. Mit 430km/h ging es zum Flughafen und wieder zurück. Das war ein krasses Erlebnis und unterstreicht mal wieder die "Extreme" von Shanghai.

Waren noch kurz auf dem Fakemarket und anschließend ging es mit Metro und Zug wieder zurück nach Suzhou. Habe mir mal etwas gegönnt und hatte im Voraus 1. Klasse gebucht :)

Nun verbleiben noch gute 2 Wochen und es geht schon wieder zurück. Die Temperaturen haben sich nun etwas abgekühlt und man kann durchaus mal eine halbe Stunde draußen sein ohne komplett geschwitzt zu sein. Gerade abends ist es nun sehr angenehm und mein deutscher Kollege und ich laufen oft abends durch die Gegend und quatschen...

Das Wochenende werde ich in Suzhou verbringen. Habe schon ein paar Pläne :)

Hangzhou

Dienstag, 04.09.2012

Eine Woche ist nun seit dem letzten Blogeintrag vergangen. Dafür gibt es diesmal mehr Fotos :)

Am Mittwoch letzter Woche waren mit der ganzen Abteilung - 15 Leute etwa - zum "Hotpot" essen. In einem sehr feinen Restaurant saßen wir an einem großen, runden TIsch und jeder bekam einen Topf mit einer Art Suppe serviert. Dieser wird durch in den Tisch eingebaute Herdplatten zum köcheln gebracht. Man kann nun die rohen Speisen in den Topf legen und kochen lassen. Es wurden neben Schinken und Gemüse auch exotische Speisen aus dem Meer gereicht (Tintenfisch, Muscheln, usw.). Einige Sachen hatten wirklich einen eigenartigen Geschmack und ich will garnicht wissen, was ich dort alles probiert habe. Manchmal wussten es die Chinesen selbst nicht :)

Am Samstagmorgen ging es dann früh los. Bin mit dem Bus in etwa 45 Minuten bis zum Bahnhof gefahren und habe dort nach der Sicherheitskontrolle wie am Flughafen eingecheckt. Im "Gate" warteten etwa 1000 andere Reisende.10 Minuten vor Abfahrt des Zugs durfte man dann nach erneuter Ticketkontrolle ddas Gleis betreten. Pünktlich kam der Highspeed-Zug dann mit etwa 10 Waggons in den Bahnhof eingefahren. In einem Waggon sind ca. 80 Sitzplätze. Mit 250km/h ging es dann komfortabel und mit genügend Beinfreiheit auch für große Menschen über Shanghai nach Hangzhou.

Der Plan war nun mit dem Taxi zum Hotel zu fahren. In einem Tunnel, der in den Bahnhof integriert war und als Taxistand diente, standen ca. 200 Leute Schlange. Nach 20 Minuten Schlange stehen ging es dann mit meiner chinesischen Buchungsbestätigung zum Hotel. Habe kurz das Zimmer inspiziert und folgende Leckereien in der Minibar gefunden. Denke es war etwas vom Tintenfisch und Füße von anderen Tieren. Habe nicht probiert...

Nun wollte ich mich davon überzeugen, ob die Stadt als DAS Touristenziel der Chinesen auch hält, was sie verspricht. Also ab mit dem Taxi zum berühmten West-See und die Promenade besichtigt.

Nach einiger Zeit und vielen Fotos bin ich dann mit dem Bus zu einer großen Tempel Anlage, dem Ling Yin Tempel. Dort angekommen habe ich erneut viele Bilder gemacht.

Abends sind wir dann in eine Art Fußgängerzone gegangen und haben uns Straßenkünster, ein kleines Museum und einen kleinen Teeladen angescheut.

      

Nach dem Abendessen haben wir uns dann noch zu dritt eine schöne 2-stündige Fußmassage gegönnt :) Sehr entspannend :)

Am Sonntag sind wir dann noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen, haben uns ein paar Autos angeschaut und sind dann am Nachmittag mit dem Zug zurück gefahren.

 

Heute mal etwas weniger Text. Erzähle dann die zugehörigen Geschichten, wenn ich euch die Bilder persönlich zeige :)

Gestern abend gegen 18 Uhr gab es plötzlich ein Erdbeben. Es dauert zwar nur 2 Sekunden, aber war deutlich zu spüren und zu hören. Es donnerte laut und die Wohnung wackelte. In der Stadt ist aber nichts passiert und meine Kollegen meinten heute, so etwas würde so gut wie nie vorkommen hier.

Habe heute die Zugtickets für das nächste Wochenende gebucht. Das Ziel lautet: Shanghai! Freue mich schon sehr, denn ich werde dort meinen alten Schulkollegen Nico treffen. Wir gehen zusammen auf Sightseeing-Tour und machen Shanghai bei Nacht unsicher..Habe mir für die Rückfahrt am Sonntag die Fahrt in der ersten Klasse gegönnt. Kostete statt 5 Euro dann knapp 8 Euro.

Es lebt sich ein

Dienstag, 28.08.2012

So langsam lebt es sich ein. Die letzten Tage waren mal wieder sehr ereignisreich!

Am Donnerstag letzte Woche war chinesischer Valentinstag und der Chef hatte für alle Mädels Kuchen und Bubble Tea besorgt. Als Gast habe ich dann auch noch etwas abbekommen.

 

In der Mittagspause am Freitag haben wir dann noch ein Zugticket für die Fahrt am nächsten Wochenende nach Hangzhou gekauft und waren anschließend in dem riesigen Einkaufszentrum, von dem ich anfangs mal berichtet hatte. Meine Kollegen hatten sich für eine Art Suppe mit durchsichtigen Nudeln aus Reis und Fleischklößen entschieden. Ich konnte nach der Hälfte nichts mehr essen, der Geschmack war wirklich so gewöhnungsbedürftig, dass es nicht mehr ging. Wenn ich nur daran denke wird mir schon wieder schlecht. Meine Kollegen haben dann noch ein paar mit Hckfleisch gefüllte Teigtaschen geordert. Dieses Essen hab ich dann vorgezogen. Generell bin ich bei Suppen vorsichtig geworden. Diese haben oft einen undefinierbaren Geschmack und die Konsistenz der enthaltenen Zutaten ist wirklich etwas komisch.

Für einen kleinen Snack am Nachmittag haben die Mädels dann noch ein paar Spezialitäten mitgenommen. Entenhals und die Füße von der Ente. Ein Stück vom Hals habe ich noch probiert, bei den Füßen hat es dann aber aufgehört...

Anschließend ging es direkt nach der Arbeit mit einem Kollegen zum Fußball. Nachdem wir durch die ganze Stadt gefahren sind, kamen wir an eine große Sportanlage. Nach 2 Stunden Fußball war ich erstmal platt. Da es aber so Sitte ist nach dem Sport mit allen Essen zu gehen, sind wir noch in einem schönen Restaurant gelandet. Das Essen dort war um einiges besser als Mittags und wir hatten viel Spaß. Vor allem hab ich wieder viele Chinesen kennen gelernt. Nachdem ich dann mit der Metro zurück zum Hotel bin gings direkt ins Bett.

Am nächsten Morgen stand nämlich Basketball an :) Viele der Chinesen dort konnten Englisch, das erleichtert die Kommunikation wirklich immens. Mittlerweile hat sich mein Englisch schon merklich verbessert. Nach anstrengenden 2 Stunden - ihr könnt es schon ahnen - gings mit allen zum Mittagessen. Da ich bereits in der ersten Woche in diesem Restaurant war, kannte ich schon einige Speisen und besonders das Hasenbein war richtig gut! Nachdem ich eine andere Art Fleisch für wirklich lecker befunden hatte, wurde mir gesagt, dass es sich dabei um Frosch handelt. Aber es schmeckt wirklich. Man steckt sich einen kleinen Froschschenkel in den Mund und spuckt den Knochen dann wieder aus xD Kein Problem, habe darin bereits Übung.

Am Samstagabend sind mein deutscher Kumpel und ich dann auf Erkundungstour gegangen und haben eine kleine Bar ausfindig gemacht. Anschließend ging es dann in eine chinesische Disco. Flasche Bacardi auf den Tisch und mit der Zeit kamen immer mehr Leute zum Tisch. Neben vielen Chinesen war auch ein Italiener und ein cooler Typ aus Puerto Rico dort. Es war schnell halb 5 und nach einer kurzen Nacht stand der Sonntag an.

Nach einem schönen nicht-chinesischen Frühstück im Hotel und einem vergammelten Sonntag mit leichtem Hangover musste ich Abends erstmal Pizza bestellen. Das war nötig nach dem ganzen chinesischen Essen der letzten Tage.

Der Montag begann unspektakulär und endete dafür besser. Ich hatte schon vor einigen Tagen im Büro mal den Wunsch nach einer schönen Massage geäußert und so empfahl mir mein chin. Kollege ein Massagehaus um die Ecke. Da dort kein Wort Englisch gesprochen wird, hat er mich nach der Arbeit dort abgesetzt, alle Formalitäten usw. geklärt und mir einen schönen Abend gewünscht -  den hatte ich :) 2,5 Stunden von oben bis unten durchgeknetet, es war herrlich und danach fühlt man sich wirklich wie neu geboren! Der Service war - wie überall hier wo man hingeht - wirklich super. Man betritt die Einrichtung und sofort springen 3 oder 4 Angestellt auf, halten die Tür auf und man wird freundlich begrüßt. In dem etwas verwinkelten Komplex steht an jeder Ecke jemand bereit um den Weg zu weisen. Egal, ob man zum Frisör, ins Restaurant oder sonst wohin geht, man wird freundlich empfangen, zum Tisch begleitet und es ist sofort jemand zur Stelle, wenn man ein Anliegen hat. Davon kann sich die "Servicewüste Deutschland" wirklich eine Scheibe abschneiden, war mir vorher nicht so bewusst.

Hier ein Eindruck vom Separee im Massagehaus. 

   

Heute standen dann einige Meetings an der Arbeit an und wir sind gut voran gekommen. Es ist also nicht nur Spaß und Freizeit hier ;) Aufgrund der Zeitverschiebungen und einem wichtigen Telefonat habe ich dann den Shuttlebus nach Hause verpasst und ich wollte den Bus nehmen. Wie es das Glück will, kam mein deutscher Kollege mit zwei Chinesen des Weges und 10 Minuten später saßen wir schon wieder in einem schönen Restaurant - ratet mal welches ;) Nach einem gemütlichen Abend steht morgen ein ganztägiges Seminar an. Anschließend geht die ganze Abteilung zum Essen - ratet mal wohin ^^ Das besagte Restaurant scheint wohl sehr beliebt zu sein, denn die Auswahl ist wirklich riesig! Das chinesische Essen ist auch um einiges gesünder als bei uns. Es gibt sehr viel Gemüse, meist gedünstet. Man isst auch viel langsamer und kann schon aufgrund der Stäbchen nicht schaufeln. Ihr wundert euch sicher, warum ich hier viel vom Essen schreibe, aber für die Chinesen sind die gemeinsamen Restaurantbesuche fast das wichtigste. Es wird sehr viel wert auf Gemeinschaft gelegt. Man sitzt immer an einem runden Tisch und es geht unterhaltsam und ungezwungen zu. Die Mentalität der Chinesen ist ebenfalls nicht mit der deutschen zu vergleichen. Ich habe den Eindruck, es steht hier viel mehr das Wohl der Gemeinschaft im Vordergrund. Jede einzelne Person ordnet sich dem unter. Es wird auch gerne diskutiert, getratscht und argumentiert, aber am Ende sind sich wieder alle einig. Einen Streit habe ich hier noch nicht erlebt. Dabei würden wohl auch die Streithähne ihr "Gesicht verlieren" und das ist ein absolutes No-Go in China. Wenn jemand das Gesicht verliert, so ist er wie man bei uns sagt "unten durch". Daher ist gegenseitiger Respekt äußert wichtig. Die Chinesen haben ein ausgesprochen gutes Händchen was das angeht und sind sehr geschickt in der Wahl ihrer Worte. Wenn jemandem eine Speise nicht schmeckt, so betont er, wie gut die anderen Speisen drum herum sind oder sagt einfach, welche der Speisen er vorzieht. Die Kritik wird so durch die Blume oder indirekt geäußert. Der Gastgeber weiß dadurch trotzdem, was er beim nächsten Mal besser nicht bestellen sollte.

Am Wochenende steht dann die Reise in die 150km südwestlich gelegene Stadt Hangzhou an. Am Rande der Stadt befindet sich Chinas berühmtester See, der West-See. Bin sehr gespannt.

Alltag in Suzhou

Mittwoch, 22.08.2012

Hier noch ein paar Bilder von Samstagabend. Die beiden Sängerinnen (Karaoke), der Chinesische Kellner, der 10 Wörter englisch konnte ("Are you ok?") :D

Jägermeister :) Dann noch zwei Chinesen, die echt witzig waren :)

 

Von den anderen Leuten, die dort waren habe ich leider keine Fotos..

Es sind die kleinen Dinge des Alltags, die das Leben interessant machen. Hier mal ein paar Beispiele:

Die Zahl 4: Unser Hotel hat keinen 4.Stock. Im Fahrstuhl kommt nach dem dritten Stock direkt der fünfte. Die Zahl "4" ist in China eine Unglückszahl, weil sie sich in der Ausprache ähnlich wie das Wort "Tod" anhört. Daher endet hier kein Autokennzeichen auf die Zahl 4 und niemand möchte im 4. Stock wohnen. Auch die Zimmernummern enden nicht auf 4. Die 8 hingegen ist absolute Glückszahl. Handynummern und Autokennzeichen, die mehrere Achten enthalten sind um einiges teurer!!

Straßenverkehr: Hier gibt es nur wenige Regeln. Die erste lautet: Wer zuerst kommt - und sind es auch nur 10 Zentimeter fährt zuerst. Jeder will der erste sein, alle hupen, schneiden den anderen, wechseln unvorhersehbar die Fahrbahn, ...Es wird sich zwar grob an die Ampeln gehalten, aber als Fußgänger muss man höllisch aufpassen, wenn man die Straße überquert. Das Wichtigste dabei ist: Bloß nicht stehenbleiben!! Immer weiter gehen, denn der ankommende Auto oder Mopedfahrer rechnet damit, dass du weitergehst. Rechtsabbieger fahren generell immer, auch bei Rot. Aber man gewöhnt sich mit der Zeit daran und das Überqueren einer 6 spurigen Fahrbahn inkl. einem Mopedstreifen auf jeder Straßenseite ist mittlerweile zur Tagesordnung geworden. Es gibt Zebrastreifen, aber die bringen genausoviel als wenn dort keine Streifen wären :D

Auch im Taxi habe ich schon einiges erlebt. Die Taxen sind alle(!!) vom Modell VW Santana. In manchen Taxen habe ich Kilometerstände über 500.000 gesehen und so fühlen sie sich auch an. Eines Abends hab ich ein Taxi erwischt, dessen Radlager mindestens 2 Zentimeter Spiel hatte. Bei jeder Bodenwelle oder kleinen Kante im Asphalt dachte ich innerlich: "Das bricht doch gleich!!" Aber alles gut gegangen. :)

Nebenbei gesagt ist es nur zu empfehlen im Taxi aufs Handy oder zumindest nach unten zu gucken. Ich habe schon so viele heikle Situationen mit erlebt, wo ich dachte "Das passt nie im Leben", "Brems doch mal", "Da kommt was", ..Es wird einfach immer weiter gefahren, wahnsinn!

Heute war übrigens der erste Tag seit ich hier bin, an dem ich morgens aus dem Hotel gegangen bin und keinen "punch in your face" aufgrund der Hitze/Schwüle bekommen habe. Konnte es nicht glauben! 

Habe gestern noch ein paar gefüllte Teigtaschen gekocht, sehr lecker. Meinen deutschen Kollegen hat es hingegen voll erwischt. Er konnte zwei Tage nicht zur Arbeit. Man muss aufpassen, was man isst. An der Straße stehen oft kleine Wagen mit Kochplatten. Dort ist das Essen zwar sehr günstig, aber die hygienischen Bedinngungen sind nicht immer gut. Oft sieht man aufgespießte Fleischfetzen, die ungekühlt transportiert und dann vor Ort gebraten werden. Auch Obst sollte man schälen. Waschen alleine reicht nicht. Wasser aus dem Wasserhahn sollte man auch nicht trinken. 

Ab und zu gehe ich Abends durch einen nahegelegen Park. Da es in Suzhou um 18:30 schlagartig dunkel wird, ist so gut wie alles abends dort beleuchtet (Bäume, Sträucher, die Wege usw.). Eigentlich schön gemacht in dem Park, aber manchmal etwas künstlich/kitschig. Auf einem großen Platz an einem kleinen See lief ruhige, chinesische Musik aus einem großen CD-Player. Es sind immer sehr viele Menschen dort und viele Paare tanzen zur Musik. Aber ich habe niemanden gesehen, der dort Bier o.ä. getrunken hat. War das nun eine Feier, ein Hobbie oder einfach nur zum Zeitvertreib. Es war auch nicht so, dass sich eine Runde ähnlich wie bei uns bildete. Seltsam.

Für übernächstes Wochenende habe ich mit einem chinesischen Arbeitskollegen geplant nach Hangzhou zu fahren. Die Stadt soll sehr schön sein und dort gibt es den berühmten West-See. Außerdem kann ich dann die Gelegenheit nutzen mit den Highspeed-Zügen zu fahren. Diese fahren biszu 350km/h und machen das Reisen zu einem Erlebnis. Der besagte Arbeitskollege hat auch bereits Deutschland besucht und war auf dem Oktoberfest und in den Alpen. Er spricht gut Englisch und ist lustig :) Hat mir Bilder vom Oktoberfest gezeigt, wo er ein Lebkuchenherz umhatte mit "Ich liebe dich" und er wusste bis heute nicht, was es bedeutet :D 

Weekend :)

Sonntag, 19.08.2012

Das zweite Wochenende stand an. Nach einer relativ unspektakulären Woche, die wie im Flug verging, fuhr ich am Freitagnachmittag mit dem Shuttlebus der Firma zurück zum Hotel.

Für den Abend hatte ich mich mit zwei deutschen Kolegen verabredet. Einer von ihnen ist seit kurzem hier mit einer Chinensin verheiratet und wohnt nun fest hier

In der Bar hausierte ein Stammtisch mit Menschen aus aller Herren Länder. Wir kamen schnell ins Gespräch und lernten einige witzige Leute kennen. Nach ein paar Bierchen ging es dann weiter zur nächsten Lokalität. Hier war nicht so viel los, dennoch blieben wir. Es handelte sich hier um einen sehr großen Raum mit Stühlen aus alten Holzfässern, Sitzecken aus großen Weinfässern gemacht und Fußballübertragung. Die Kellner trugen Lederhosen, es lief spanische Musik und Essen aus der ganzen Welt. Ein richtiges Konzept schien der Laden nicht zu haben, aber es war interessant :) Eine Gruppe Taiw anesen hatte sich ebenfalls dort eingefunden um den Geburtstag von jemandem zu feiern. Der Tisch glich einem aufgescheuchten Hühnerhaufen :D Es wurde lautstark erzählt, gelacht und gefeiert. Alle paar Minuten sprangen alle von ihren Plätzen auf, waum auch immer...Dann kamen sie sogar zu unserem Tisch und brachten uns Bier!

 

Am nächsten Tag habe ich dann einen Ausflug an den Jinji-See unternommen. Da dieser östlich der City liegt und ich im Westen wohne und die nächste U-Bahnstation nicht weit von meinem Hotel ist, bot sich eine Fahrt mit der Metro an. Noch nie hier ausprobiert, aber einmal ist immer das erste Mal :) Die Metro ist erst vor einigen Monaten in Betrieb gegangen, dementsprechend neu sind die Züge und Stationen. Für 50Cent konnte ich quer durch die Stadt fahren und kam am gewünschten Ziel an.

Das Bild, was sich mir am See bot war beeindruckend. So etwas hatte ich nicht erwartet. Sehr gepflegt, sehr sauber und eine große Promenade am Ufer, die zum Spazierengehen und ausruhen einlud. Fernab vom hektischen Straßenverkehr und dem Smog zog sich ein gepflasterter Rundweg um den See. 

       

Letztendlich bin ich im "Brauhaus Jianyin" gelandet. Hier wird ein nach deutschen Reinheitsgebot gebrautes Bier gebraut und ausgeschenkt. Nachdem ich 10 Minuten auf der Terasse saß und von oben bis unten durchgeschwitzt war, konnte ich im klimatisierten Thekenraum  zu deutscher Schlagermusik der 60er bis 80er Jahre relaxen und das Bier genießen. 

 

Anschließend war ich noch im nahegelegenen Bankenviertel, habe mich kurz auf einer riesengroßen Baustelle verlaufen und bin dann mit der Metro zurück gefahren um noch ein paar Einkäufe zu erledigen..

Eigentlich war ich nun kaputt vom ganzen Tag, die Hitze schlaucht sehr und die Füte taten weh (habe neue Flipflops  gekauft und die mussten erstmal eingelaufen werden...). Den Samstagabend im Hotel zu verbringen  war aber auch nicht das Wahre. Also mit dem Taxi in die Stadt, genauer gesagt in die Bar-Street "Shi Quan Jie". Hier war einiges los, neben kleinen Läden, Lokalen und Restaurants schien diese Straße auch ein bisschen verrucht zu sein. Nichtsdestotrotz fand ich die Bar von letztem Freitag wieder (Jane's Pub Bar) und konnte mich orientieren. Da ich etwas anderes ausprobieren wollte, besuchte ich zuerste eine australische Bar. Es war ein kleiner Raum, mit Billardplatte und Flatscreens. 5 Chinesen dort, keine Australier. Also ein Bier getrunken und 20 Meter weiter in die nächste Bar. Hier war mehr los und ich kam schnell ins Gespräch. Ich lernte ein deutsches Paar kennen, dass eine Chinarundreise machte und wir haben viel gelacht. Auch die Kellner kamen immer wieder zum Tisch, haben sich Fotos aus Deutschland angeschaut usw. Es wurde später und die beiden Deutschen verabschiedeten sich und haben mir noch eine Bar mit LiveBand empfohlen. Da es noch nicht spät genug zum Schlafen war bin ich noch dorthin gegangen, aber leider war die Band schon weg. Es war ca. 2 Uhr und der Laden sah aus wie ein Schlachtfeld. Hier war wohl einiges los gewesen :) Ich ging zur Theke und traf einige Chinesen und wir hatten viel Spaß zusammen. Der Besitzer der bar gab mir Bier aus und die Stimmung war top. Irgendwann fuhr ich dann mit dem Taxi nach Hause..:)

Habe nun endlich ein Bild von meiner Chinesisch-Lehrerin Limin bekommen! Auch wenn ich nur ein paar Sätze chinesisch spreche, hat mir das schon sehr weitergeholfen! 

Neuigkeiten

Freitag, 17.08.2012

So, nach einigen Tagen der zweiten Woche folgt nun der nächste Eintrag. Da die Server gestern und vorgestern so langsam waren, dass ich mich nicht einloggen konnte, war auch ein neuer Blogeintrag nicht möglich. Ich hoffe mal, der Server vom Bloganbieter hat sich nun erholt :)

Da ich gerade noch unterwegs bin, habe ich gerade nur ein Foto zur Hand. Ich war Anfang der Woche im Supermarkt einkaufen und da sah ich folgendes:

Ein "Plantschbecken" mit Fischen und kleinen Schildkröten. Ich weiß nicht wofür, aber allein zur Dekoration wurde das Becken sicher nicht aufgestellt. Es stand mitten in der Fleisch- und Fischabteilung :)

Mittlerweile hat sich auch mein Magen an das Essen hier gewöhnt. Abends koche ich nun hin und wieder (Jaozi, das sind mit Gemüse und Fleisch gefüllte Teigtaschen), Ei, Toast usw. Neben Hausarbeit (Bügeln, Waschen) habe ich diese Woche relativ lange gearbeitet und durch die Hitze (täglich immer um 35°) und die hohe Luftfeuchtigkeit ist man abends dann auch platt.

Habe mir diese Woche zwei Paar Schuhe gekauft. Ein Paar für Sport (ein Arbeitskollege spielt Basketball und hat mich eingeladen mal mit zum Training zu kommen) und ein Paar für die Freizeit. Heute Abend habe ich einen Ausflug in eine bekannte internationale Lokalität geplant. Die beiden anderen Deutschen hier kommen auch mit :)

Am Wochenende gibt es dann neue Bilder usw. Ich hoffe, der Blog ist dann erreichbar!

Das erste Wochenende

Sonntag, 12.08.2012

Der Samstag begann mit einem Besuch des "Tiger Hill", ein nördlich gelegener Berg auf dessen Spitze der "Schiefe Turm von China" steht. Man nennt diese Art von Bauwerk Pagode. Aufgrund der Neigung der Pagode ist sie für Besuche gesperrt. Von dort oben hätte man sicher einen sehr schönen Ausblick auf die Stadt gehabt. Bilder sagen mehr als Wort, also:

 

Um den Turm herum war ein großer Garten angelegt mit altertümlichen Gebäuden und Brücken. Neben kleinen Seen und Wasserfällen, die sich durch das Areal zogen, gab es noch eine Bonsai-Austellung. Schön anzuschauen.

Anschließend war ich noch einkaufen und bin zurück zum Hotel um den Abend zu planen. Ich bin nun zur zweitgrößten Fußgängerzone gefahren und habe dort vergeblich nach einer internationalen Bar gesucht. Zwar waren einige wenige chinesische Discos zu finden, aber soetwas wie eine Kneipe, einen Pub oder Biergarten gibt es hier einfach nicht. Stattdessen gibt es unzählige Karaoke-Lokale. Karoke ist die Freizeitbeschäftigung der Chinesen überhaupt! Man geht mit Freundin in eine dieser Lokale, mietet sich einen Raum und dann kann es los gehen.Das haben mir meine Kollegen erzählt. Jedenfalls fand ich zuerst keine passende Bar und bin dann noch ein paar Straßen weiter gelaufen bis zur größten Straße in der City. Direkt an der ersten Ecke sah ich nun die blinkende Schrift "Jane's Pub Bar". Na endlich :) Also ab hinein, direkt an die Theke und ein Bier bestellt. Angekommen. Ich sah mich um und konnte auf den ca. 50m² folgendes festellen: Hier gibt es Erdinger Weizen, Billard, Flatscreens auf denen Olympia lief, frisch gezapftes Carlsberg, viele Chinesen und einige europäisch aussehnde Gestalten. So auch der Typ, der neben mir saß. Er hieß Fritz, etwa 40-50 Jahre alt, kam aus Österrich und lebt schon seit 3 Jahren hier in Suzhou. Wir kamen ins Gespräch und unterhielten uns über Gott und die Welt. Er gab mir die Adressen von einigen internationalen Lokalen und Kneipen.

Nach einiger Zeit ging es auch in Jane's Bar los mit Karako - nur dass die Sängerinnen (es waren zwei) den ganzen Abend sangen und wohl zum Lokal gehörten. Ich kann euch sagen, dass ich immer noch geflasht bin, wie gut die Gesangskünste der beiden (laut Fritz) Philippininnen waren. Egal ob Songs der Pop-Ikonen Shakira, Rihanna oder Beyonce, es kam einfach gut rüber und die Bar bebte. Vor allem die Chinesen gingen voll ab :D Normalerweise ist Popmusik nicht mein favorisierter Musikstil, aber es war einfach geil :) Neue Erfahrung: Chinesen stehen total auf Trinkspiele!

Der Sonntag begann dementsprechend erst mittags.Wollte noch etwas shoppen gehen, aber irgendwie gab es in der riesigen Einkausmeile nicht das was ich suchte, außer es war importiert und kostete dann genauso viel wie in Deutschland. Muss wohl mal einen Markt aufsuchen. War dann anschließend noch im Hotel schwimmen und habe mich um die Wäsche gekümmert. Allein das Entschlüsseln der Waschmaschinenbeschriftung hat alles in allem 2 Stunden gekostet..

Morgen geht es wieder zur Arbeit. Und jetzt ins Bett. Gute Nacht :)

Erkundung der City

Samstag, 11.08.2012

Am Donnerstagabend habe ich dann auf Empfehlung einer Kollegin noch ein nahgelegenes Einkaufszentrum besucht. Von der Dimension habe ich bisher noch nichts vergleichbares gesehen - dazu muss man aber sagen, dass es mich sonst auch nicht groß in derartige Kaufhäuser zieht. Bin also mal durchgeschlendert und habe ein paar Fotos gemacht. Es gab dort unzählige Läden mit hochpreisiger Kleidung, Drogeriemärkte, einen großen Supermarkt, Mobilfunkgeschäfte und und und...

Einkaufszentrum, unten viele kleine Restaurants Einkaufszentrum von innen

Die Suche nach einem Restaurant gestaltete auch hier als sehr abenteuerlich. Von außen sieht man entweder Angebote oder Auszüge aus der Speisekarte, die man ohnehin nicht lesen kann oder man sieht zwar, wie das Essen zubereitet wird, aber kann es einfach nicht identifizieren. Es gibt zwar auch Pizza Hut und KFC, aber das kennt man ja schon. Letztendlich bin ich einfach in ein kleines Restaurant gegangen und habe mich überraschen lassen. 

Als die Speisekarte kam, war ich erleichtert, da dort einige englische Übersetzungen der Gerichte vorhanden waren. Die Wahl fiel auf eine Nudelsuppe mit Hähnchen und dazu mit Hackfleisch gefüllte Teigtaschen. Schmeckte sehr gut.

Am nächsten Tag sagten meine Kollegen, dass ich wohl in einem japanischen Restaurant gelandet wäre. Japan bleibt mir also in positiver Erinnerung.

Am Freitagmittag sollte es dann schon wieder in ein Restaurant gehen. Die chinesischen Kollegen haben mich eingeladen mitzukommen und wir fuhren in der Pause gemeinsam dort hin. Am besten, ihr macht euch anhand der Bilder selbst ein Bild.

 

Zur Abwechslung gab es dort scharfes Essen. Das Gericht in der Mitte des Tisches wurde durch einen in den Tisch integrierten Gasherd zubereitet. Es handelte sich hier um Schweinefleisch mit Knorpel/Knochen. Laut meinen Freunden müsse man nur fest genug zubeißen, da es sich um "soft bones", also weiche Knochen handeln würde, die man mitessen könne. Gesagt, getan. Fazit: Gewöhnungsbedürftig. Ansonsten war das Restaurant vom feinsten!

Nach Feierabend woltle ich mit dem Taxi nach Hause. Als nach 5 Minuten Wartezeit kein Taxi kam, beschloss ich zu laufen, da es nur 3 km sind. Nach weiteren 10 Minuten Fußmarsch war mir so heiß (38° zeigt mittags das Termometer im Auto an) beschloss ich kurzerhand den Bus zu nehmen. Ich ging am Busfahrer vorbei, keiner sagte etwas und setzte mich hinter ihn. An der nächsten Kreuzung hielt er an und sagte mir etwas auf Chinesisch. Ich vermutete es hatte etwas mit Bezahlen zu tun und gab ihm einen kleinen Schein. Anscheinend stimmte etwas nicht, entweder hatte ich zuviel oder zuwenig gegeben, jedenfalls konnten wir uns nicht verständigen, bis sich ein jüngerer Mann einschaltete, der etwas Englisch sprach. Jedoch konnte ich ihn auch nicht verstehen und bin ann einfach an meinem Hotel ausgestiegen. Muss am Montag mal die Kollegen fragen, wie Bus fahren hier funktioniert....

Abends bin ich dann mit dem Taxi in die City gefahren zu der kleinsten der drei größten Fußgängerzonen und habe dort einige Bilder gemacht:

Sehr schön sind die kleinen Kanäle, die mich an Venedig erinnerten...

Unzählige Läden, Geschäfte und Marktstände in den kleinen Gassen von Suzhou.

Einerseits traditionell und Altstadtflair, andererseits bunt beleuchtete Hotels und Hochäuser..

 

Wochenende.

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